Publikationen (Hrsg. / Monografie)

Das Immoralische (2017)

Moral versus Immoral – großes Kino von Anfang an. Wir wandten uns dem einen zu und wünschten dem anderen den Tod. Doch: Todgesagte leben länger. Das Moralische zeigte sich als sterblich, während das Immoralische das ewige Leben zu pachten schien. Sprachlos darüber hörten wir auf, über das Immoralische zu reden, und mit der Zeit vergaßen wir den Unterschied zwischen dem Immoralischen und dem Moralischen.
Da weckte uns ein Verdacht: Sprechen über das Immoralische würde auch dieses sterblich machen. Fairplay, Waffengleichheit, das war unsere Idee. Doch wo das Immoralische finden? Es agiert im Verborgenen, es schleicht sich an, nistet sich ein. Da zu sein, ohne Präsenz zu zeigen, das ist seine Spezialität. Die leise Sohle, der verstohlene Blick, das ist sein Zugang. Wir nahmen die Fährte auf. Wir übernahmen seine Attitüde des Huschens und Schleichens – legten, wo wir konnten, die Fallen und Fesseln der Sprache aus und schrieben weiter am großen Kino: Moral versus Immoral.

ISBN: 978-3869380919, Avinus Verlag

Ohnmacht (2016)

Der ohnmächtige Mensch ist der in eine Ecke des Lebens gedrängte und getriebene Mensch. Der ohnmächtige Mensch wird zum Ding degradiert, zum Automaten, zur Maschine, der man den Stecker zum Leben im vollen Wortsinn gezogen hat. Der ohnmächtige Mensch ist in Einsamkeitsstrategien gefangen. Sein Tun ist von außen suggeriert und erfolgt nicht mehr aus freien Stücken. Der ohnmächtige Mensch vermag nicht mehr Schöpfer, sondern nur mehr Zerstörer zu sein. Die in Ohnmacht Gefangenen sind zur erfüllenden Hingabe unfähig. Sie sind der Fähigkeit beraubt, sich selbst positive Kraft zu verleihen. Der ohnmächtige Mensch ist somit isoliert von sich selbst und isoliert von seinen Beziehungen zu Mitmenschen und zu seiner Umwelt.
Existieren Fluchtwege aus dem Labyrinth der Ohnmacht? Den Ohnmächtigen Selbstverschulden zu unterstellen mag en vogue sein, doch ebenso ist dies eine unhaltbare Zuschreibung. Die vorliegenden Texte umkreisen das Thema Ohnmacht, legen vitale Zonen frei und arbeiten so gegen die lähmenden Erschütterungen an.

ISBN: 978-3869380803, Avnius Verlag

Revolutionen des Gewissens (2015)

Eine unerwartete Revolution kündigt leise ihren Beginn an, so die optimistische Hoffnung. Sie findet ihren Ausgang in der Revitalisierung des Gewissens, das seine Widerworte wiedergefunden hat und sich mittels einer stillen Exzentrik zu Wort meldet. Überraschend, vielleicht etwas verspätet, aber immerhin. Nun strebt es zurück an seinen wohlverdienten Platz und versucht auf der Bühne des Alltags eine Hauptrolle einzunehmen, um das Publikum unwiderstehlich in seinen Bann zu ziehen und ein Zeitalter voller humaner Visionen einzuläuten. Die unterschiedlichen Essays brechen das Schweigen des Gewissens, reichen ihm die Hand und unterstützen es bei seiner Suche nach einer geeigneten Sprache. Das Gewissen wird dabei beständig im Zentrum des Bewusstseinsfeldes begrüßt. Von dort aus kann es dem Ich soufflieren und Großes entstehen lassen, indem das Kleine mit Bedacht seine Rolle erhält.

mit Beiträgen: Michael Manfé, Tania Hölzl, Corinna Antelmann, Felix Kramer, Wolfgang Machreich, Laurenz Flir
ISBN: 978-3869380759, Avinus Verlag

Kunst und Methode (2013)

Kunst und wissenschaftliche Forschung sind untrennbar und verhängnisvoll aneinander gebunden. Es gilt diese Gebundenheit produktiv zu machen, sie zu gestalten und zu akzeptieren, dass am Anfang immer das Leiden steht (Houellebecq). Wenn gehaltvolle Methodologien wie Hermeneutik, Akteur-Netzwerk-Theorie, Phänomenologie und Mediologie nicht (wieder) nutzbar gemacht und der Kunst und ihren Protagonisten ihre Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung streitig gemacht werden, dann wird das Leiden kein Ende nehmen. Die besten Diskurse bewegen sich souverän zwischen den Disziplinen und dabei spielt sowohl die Beweglichkeit als auch das, was dazwischen liegt, eine gleich bedeutende Rolle. Bis drei zählen ist schwierig geworden. Verantwortlich zeichnet hierfür die jahrhundertelange Dominanz einer binären Kultur. Aber mittlerweile leben wir im 21. Jahrhundert – es ist an der Zeit, bis drei Zählen zu lernen: Kunst, Wissenschaft, Methode. Der vorliegende Text verknüpft unermüdlich diese drei Begriffe, wagt dabei beständig einen Blick auf die Zahl vier, um etwas sehr Einfaches auszulösen: eine Schwankung des Wissens.

ISBN: 978-3869380469, Avinus Verlag

Otakismus. Mediale Subkultur und neue Lebensform – eine Spurensuche (2005)

Die Möglichkeit, neue Medienwirklichkeiten zu kreieren, verändert die menschlichen Sozialbeziehungen. Selbsteinschließung und Teilnahmeverweigerung avancieren zu einer Strategie der Lebensbewältigung. Meister dieser besonders in Japan in zunehmendem Maße zu beobachtenden Lebensform sind obsessiv-schizophrene Mediennutzer – Otakus genannt. Erstmals liegt nun eine deutschsprachige Monografie zu Otakismus vor. Durch einen Wechsel des Blickwinkels innerhalb der Studie werden negative Konnotationen aufgezeigt und überholte Sichtweisen verlassen. Denn – so das Credo des Autors – Medientechniken entfremden ihre Nutzer nicht nur, sondern sind auch Bedingung für Freiheit.

ISBN: 978-3899423136, transcript Verlag

Beiträge (Auswahl)

2016

Ästhetisch-politische Lektüren zum Fall Wagner
Rezension zu Erik M. Vogt (PDF), Turia + Kant

Ohnmacht, Avinus Verlag

2015

Revolutionen des Gewissens, Avinus Verlag

Die Ungewissheit des Ortes, Prolog, disposed Projekt

2013

Kunst und Methode, Für eine positive Unbestimmtheit, Avinus Verlag

2010

Der Tiefseekrake als Meister der Subversion (PDF),
In: Fraueneder, Hilde / Stiletto, Gianni (Hg.):
was tun. figuren des protests. Taktiken des widerstands. Salzburg: müry salzmann, S. 96-105.

2009

Das Lächeln der Mutter auf den Lippen der Tochter (PDF), Rezension

Medienkunst - Hörspiel - digitale Kultur
artmix. Gespräch im Bayerischen Rundfunk

Wien im Bild. Fotobildbände des 20. Jahrhunderts (PDF), Rezension

2007

Intermedialität. Positionen und Facetten, Hg. Medien Journal 4/2007

Das Leiden der Idioten, Text zum Ausstellungskatalog.

2006

Marion Kalter (Hg.): Pierre Boulez, Einleitung und Übersetzung

Otaku allein Zuhaus, Phänomen des Hikikomori
Interview in Gehirn und Geist (Juni 2006)

2005

draht, dratlos, online, Rezension

Otakismus, Mediale Subkultur und neue Lebensform – eine Spurensuche, Transcript Verlag

2004

Mediologie. Vom Ende der Kommunikation, Rezension

Medien | Transformationen. Technik und Theoriekompetenz,
MitHg. Medien Journal 1/2004

Vom Öffnen der Blackbox, In: Medien Journal 1/2004. S. 47-55

Das Netz als Ideologie, Rezension

2002

Der Grafiker als Demiurg, In: Hartmann, Frank / Bauer, Erwin (2002):
Bildersprache. Otto Neurath Visualisierung (S.152-153)

2001

Die KindFrau, Rezension

Presse

2019

Analyse der Wahlplakate, Salzburg Gemeinderatswahl, ORF, Salzburg heute (21.02)

2018
2017
2014
2011

white noise Festival, Kulturpavillion am Mozartplatz Salzburg

2007