Vom Öffnen der Blackbox.

Beitrag.


Im Editorial wird Dieter Kamper bemüht, der darauf verwies, dass wissenschaftliche Probelembewältigung oftmals deshalb nicht funktioniert, da viele Probleme nicht warhgenommen werden. Die Problembewältigung generiert ihrerseits beständig neue Subtilitäten und diese entziehen sich durch verkürzte Deutung vollkommen der Wahrnehmung. So wie ein Mythos durch hartnäckige Wiederholung nicht wahr werden kann, bringt das gebetsmühlenartige Rezitieren von theoretischen Schablonenen kein neues Wissen hervor. In vielen Bereichen der Theoriebildung funktionieren die Ausgangsparameter ähnlich einer undurchsichtigen Apparatur, sprich: sie stellen ein Gefüge dar, dessen Verbundenheit zu den Bedingungen seiner eigenen Fabrikation unsichtbar bleibt. Der französische Philosoph Michel Serres meinte, dass eine "Black Box" mit Unwissen eine Folge von Erkenntnisssen unterbreche oder gar eine Lücke schlage.

Manfé, Michael (2004): Vom Öffnen der Black Box. In: Medien Journal 1/2004. S. 47-55. 
 
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