Teilen mit den Verdammten dieser Erde.

Vortrag.

 

Abstract zum Vortrag 

Wenn der Begriff der Politik diskutiert wird, so verweist man sehr rasch auf die Praktiken der Macht oder den Kampf um Macht. Eine naive Verwechslung. Die Existenz von Macht impliziert nicht Politik, nein: Nicht einmal das Vorhandensein von Gesetzen, die das gemeinsame Leben regeln, reicht aus, um von Politik zu sprechen. Denn, so der französische Philosoph Jacques Rancière, um von Politik zu sprechen, bedarf es der Ausgestaltung einer spezifischen Form von Gemeinschaft.

 

Achille Mbembe verweist darauf, dass die Reaktivierung der Rassenlogik einhergeht mit dem Aufstieg der Sicherheitsideologie und der Schaffung von Mechanismen, die darauf abzielen, die Risiken zu kalkulieren und zu minimieren und den Schutz zur Wahrung der Staatsbürgerschaft zu machen. Die Abschottung des Staatsgebietes wird zur strukturellen Voraussetzung für den Schutz der Bevölkerung. Es scheint der Befund zulässig, dass gegenwärtig auf die Verfahren der Differenzierung, der Klassifizierung und der Hierarchisierung zurückgegriffen wird. Diese Verfahren zielen (leider) auf Ausschluss, Vertreibung oder gar Vernichtung.

 

Vor dem Hintergrund der Ausführungen von Ilija Trojanow (zu seinem Buch Hilfe! Hilfe!) werden Aspekte der aktuellen Diskussion um Kolonialismus aufgegriffen und im Kontext des diesjährigen Themas Teilen diskutiert.

 

Die Vortragenden: Michael Manfé / Felix Kramer

Der Vortrag fand im Rahmen des Symposions Ethik und Nachhaltigkeit an de FH Salzburg statt.

 

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